zum ersten mal seit langem, sah die welt so aus, wie ich mich fühlte. kein durchblick.

nur euer jetzt, der ort an dem ich wirklich bin. nicht wo ich sein könnte oder möchte. wo ich irgendwann vielleicht sein werde. unter bestimmten umständen. was ich machen könnte, nach dem ich etwas anderes gemacht habe, was ich ebenfalls machen könnte. so rein theoretisch.

und alle glauben mir.

ich atworte bevor die frage gestellt wird, da sowieso alle das selbe fragen. die selben gespräche über die selben themen bei denen man so tut, als würde es einen interessieren. wieder und wieder. nur die gesichter wechseln. die stimmen verändern sich. doch die erfundenen wörter, jahrelang auswendig gelernt, bleiben die gleichen.

und in gedanken schwebe ich davon, ganz weit nach oben. beobachte die szenen von aussen. vom nebel verschmierte gesichter und gedämpfte stimmen. nicht so viele klänge, merkmale, meinungen und gedankengänge die wir doch alle teilen und uns dabei so schön indiviuell fühlen.

reduziert.

und ich freunde mich mit dem nebel unter der strassenlaterne an, der sich fühlt wie ich. die szene von aussen beobachtet. dabei und trotzdem nicht teil davon.

ich erzähle von meinem leben wie von einer romanfigur. erfinde mich obwohl es mich bereits gibt. wann falle ich zurück in mein buch? ihr habt es doch alle schon gelesen. denn in allen büchern steht das gleiche. zeichen und buchstaben die wir zu wörtern glauben, diese zu sätzen dichten und mit sinn beladen.

die eizige versuchte möglichkeit den sinn zu definieren und zu konservieren.

und währenddem ihr mir alle die gleichen fragen fragt, die ich zurück frage, weil fragen zurückfragen einfach ist, schaue ich in den nebel unter der strassenlaterne und sehe den sinn, der sich nicht konservieren lässt, den ihr nicht sehen könnt.

denn dieser sinn ist nur für mich.


Von Elena.